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Sonderausstellung bis 06
 

Kepler-1647b: Dieser Riesenplanet kreist um zwei Sterne

Wissenschaftler haben den bislang größten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt, der um zwei Sterne kreist: Kepler-1647b ist demnach rund 4,4, Milliarden Jahre alt.

AFP/ SAN DIEGO STATE UNIVERSITY/ LYNETTE COOK

US-Astronomen haben die Entdeckung des Exoplaneten Kepler-1647b bekannt gegeben: Demnach handelt es sich um den bislang größten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, der um zwei Sterne kreist. Kepler-1647b habe ungefähr die Größe von Jupiter, seine beiden Sterne seien etwas größer und etwas kleiner als unsere Sonne, sagte der US-Astronom William Welsh während der Tagung des Astronomen-Verbands AAS im kalifornischen San Diego.

Laut Welsh befindet sich der rund 4,4 Milliarden Jahre alte Exoplanet im Sternbild Schwan und ist rund 3700 Lichtjahre von der Erde entfernt. Um seine Sterne zu umlaufen, benötigt er 1107 Tage.

Kepler-1647b befindet sich zwar in einer sogenannten habitablen Distanz zu seinen beiden Sternen - das heißt, auf ihm wäre es weder zu heiß noch zu kalt und Wasser könnte es dort auch geben - doch als riesiger Gas-Planet wird er wahrscheinlich kein Leben beherbergen.

Er ist der elfte zirkumbinäre Planet, der seit 2005 entdeckt wurde. Diese werden auch "Tatooines" genannt, in Anlehnung an den fiktiven Heimatplaneten von Luke Skywalker aus der "Star Wars"-Saga, der ebenfalls um ein Sonnenpaar kreist.

Welshs Kollege Laurance Doyle hatte den ersten Transit von Kepler-1647b vor seinen beiden Sternen bereits 2011 beobachtet. Doch dauerte es Jahre, um nachweisen zu können, dass es sich dabei tatsächlich um einen zirkumbinären Riesenplaneten handelt.

Quelle: SPON

SPON

 

Geophysik: Erdboden schwingt wie ein Jojo

Von wegen fester Untergrund: Der Boden der Erde schwingt auf und ab wie eine Welle. Der Jojo-Effekt verändert den gesamten Planeten.

Bild: Getty Images

Erdinneres: Unter der dünnen Erdkruste (dunkel) liegt der obere Erdmantel (gelb), darunter der untere Mantel (rot). Die Grenze zum Erdkern (orange) liegt fast auf halbem Weg zum Erdmittelpunkt in 2900 Kilometer Tiefe.

Federkraft wäre wohl das Letzte, was man der felsigen Oberfläche zutrauen würde. Über längere Zeiträume gesehen aber schwingt der harte Boden tatsächlich: "Er hüpft geradezu auf und ab wie ein Jojo", sagt Mark Hoggard von der University of Cambridge in Großbritannien, Autor einer neuen Studie.

Hoggard und seine Kollegen haben Tiefenmessungen des Meeresbodens an 2120 Stellen ausgewertet. Dabei offenbarte sich den Gelehrten eine überraschende Welligkeit: Einen Kilometer nach oben und unten hebt sich der Grund. Er wirkt wie Meerwasser im Sturm - nur dass die Wellen des Meeresbodens quasi erstarrt sind.

Über lange Zeiträume aber bewegen sie sich. Die Bodenwellen verraten eine Kraft im Untergrund: Im Bauch der Erde wälzen sich riesige Ströme zähflüssigen Gesteins

Wie Brei in einem Topf auf der Herdplatte werden sie erwärmt von der Hitze des Erdkerns. Der Gesteinsbrei in der Erde quillt auf und nieder - er braucht allerdings Jahrmillionen für seinen Weg vom Erdinneren in die Nähe der Oberfläche. Durchbrechen die Magmablasen den Untergrund, wachsen Vulkane.
Das unterirdische Blubbern versetzt den Meeresboden in Wallung: Um bis zu 0,3 Millimeter pro Jahr, also um 30 Zentimeter in 1000 Jahren könne er sich auf und ab wellen, berichten die Forscher um Mark Hoggard im Fachmagazin "Nature Geoscience".

Die Hebungen und Senkungen des Grundes verändern auch die Höhe des Meeresspiegels: "Verglichen mit dem befürchteten Meeresspiegelanstieg aufgrund des Klimawandels ist der Effekt natürlich gering, aber ganz vernachlässigen kann man ihn nicht", sagt Bernhard Steinberger vom Helmholtz-Zentrum Potsdam, dessen Berechnungen den Jojo-Effekt der Erde bestätigen.

Weil der gesamte Meeresboden in Bewegung ist, verändert sich auch die Lage der im Boden liegenden Ölvorräte. Bei der Suche nach Öl- und Gasreserven im Meeresgrund müsste also das Schwingen einkalkuliert werden, meinen die Forscher: Schließlich hätten sich die Öllagerstätten im Laufe der Jahrtausende verschoben, so dass Ölsucher einen falschen Verlauf der Reservoire annehmen könnten.

Zackiges Auf und Ab

Dass das Erdinnere in Bewegung ist, wussten Forscher bereits aus den Daten von Erdbeben: Bebenwellen verlieren Geschwindigkeit, sobald sie in zähflüssiges Gestein dringen. Aus Erdbebendaten ergibt sich eine dreidimensionale Ansicht des Untergrundes, die zähflüssige Blasen verrät. Weil zähflüssiges Gestein leichter als festes ist, müssen sie in Bewegung sein - so die Theorie.

Die neuen Messungen offenbaren nun, wie die Blasen die äußere Haut der Erde in Bewegung setzen. Auch das Festland hebt und senkt sich in ähnlicher Weise wie der Meeresboden.

"Die neue Studie liefert ein viel genaueres Modell der Höhenveränderungen der Bodens", sagt Steinberger. Anders als vorige Studien berücksichtige sie detailliert den gesamten Meeresgrund.

Der Erdboden bewegt sich demnach weitaus hektischer als angenommen: Bislang glaubten Forscher an etwa vier Wellen mit 10.000 Kilometer Länge, die den Planeten umfassen. Jetzt aber zeigt sich: Der Boden hebt und senkt sich mit Wellenlängen von nur etwa 1000 Kilometern - ein geradezu zackiges Auf und Ab also.

Quelle: Spiegel Online

 

 Weltraumteleskop "Kepler": Nasa bestätigt Entdeckung von 1284 neuen Exoplaneten

Astronomen haben die Existenz von mehr als 1200 Planeten bei anderen Sternen bestätigt. Die sogenannten Exoplaneten waren mit dem Weltraumteleskop "Kepler" der US-Raumfahrtbehörde Nasa erspäht worden. Eine neue Analyse habe nun gezeigt, dass es sich bei 1284 der "Kepler"-Kandidaten tatsächlich um ferne Planeten handele, teilte die Nasa mit.

"Das ist die größte Zahl von Exoplaneten, die je auf einmal bekanntgegeben wurde", sagte der Hauptautor der Analyse, Timothy Morton von der Princeton University, auf einer Pressekonferenz.

Mit der neuen Untersuchung habe sich die Zahl bestätigter "Kepler"-Exoplaneten mehr als verdoppelt, sagte Nasa-Chefwissenschaftlerin Ellen Stofan. "Das macht uns Hoffnung, dass wir irgendwann da draußen bei einem Stern ähnlich unserem eigenen eine weitere Erde entdecken."

Astronomen haben die Existenz von mehr als 1200 Planeten bei anderen Sternen bestätigt. Die sogenannten Exoplaneten waren mit dem Weltraumteleskop "Kepler" der US-Raumfahrtbehörde Nasa erspäht worden. Eine neue Analyse habe nun gezeigt, dass es sich bei 1284 der "Kepler"-Kandidaten tatsächlich um ferne Planeten handele, teilte die Nasa mit.

Bild: DPA/NASA

"Das ist die größte Zahl von Exoplaneten, die je auf einmal bekanntgegeben wurde", sagte der Hauptautor der Analyse, Timothy Morton von der Princeton University, auf einer Pressekonferenz.

Mit der neuen Untersuchung habe sich die Zahl bestätigter "Kepler"-Exoplaneten mehr als verdoppelt, sagte Nasa-Chefwissenschaftlerin Ellen Stofan. "Das macht uns Hoffnung, dass wir irgendwann da draußen bei einem Stern ähnlich unserem eigenen eine weitere Erde entdecken."

Vor der "Kepler"-Mission sei unbekannt gewesen, ob Exoplaneten in der Galaxie selten oder häufig vorkommen, sagte der Astrophysik-Chef der Nasa, Paul Hertz. "Jetzt wissen wir, dass es mehr Planeten als Sterne geben könnte." Planeten sind Himmelskörper, die eine Sonne umkreisen. Im Gegensatz zu den Sternen produzieren sie kein eigenes Licht, sondern reflektieren das Licht ihrer Sonne.

Quelle Spiegel Online - zum Originalartikel ...

 

Neue Naturdokumentationen von Prof. Hemmer

Der Biologe Prof. Dr. Jörg Hemmer aus Nersingen bei Neu-Ulm ist leidenschaftlicher Naturfotograf und -filmer. Auf seinem Youtube-Kanal hat er zahlreiche Naturdokumentationen veröffentlicht. Hier sein neuester Film, den er auf seiner kürzlich auf die Azoren unternommenen Reise aufgenommen hat.

Zu seiner Website geht es hier ...

Seinen Youtube-Kanal finden Sie hier ...

 

Zwergplanet Ceres: Neues Kraterfoto zeigt Erdrutsche

Die Sonde "Dawn" kreist um den Zwergplaneten Ceres und entzückt die Forscher mit hochauflösenden Aufnahmen - ein neues brillantes Foto zeigt nun den Haulani-Krater.

Die Nasa-Raumsonde "Dawn" hat ein neues Bild von einem hellen Krater auf dem Zwergplaneten Ceres geschickt. Aufgenommen wurde es aus einer Höhe von 385 Kilometern, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit. Zu sehen ist der Haulani-Krater mit einem Durchmesser von 34 Kilometern.

Auf dem Foto seien Erdrutsche am Rand des Kraters zu sehen. "Haulani zeigt genau die Eigenschaften, die wir von einem frischen Einschlag auf der Oberfläche von Ceres erwarten würden", sagte Martin Hoffmann vom Max Planck -Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen, der Teil des Forscherteams der "Dawn"-Mission ist.

Das Göttinger Institut hat gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ( DLR ) das Kamerasystem von "Dawn" entwickelt und gebaut.

Der Oxo-Krater scheine teilweise andere Mineralien aufzuweisen als der Rest von Ceres, teilte die Nasa mit. Das müsse aber noch genauer untersucht werden. "Der kleine Oxo scheint einen großen Teil zum Verständnis der oberen Kruste von Ceres beitragen zu können", sagte Forscher Chris Russell.

Die Sonde "Dawn" hatte im vergangenen März nach acht Jahren und fast fünf Milliarden Kilometern als erster Flugkörper überhaupt die Umlaufbahn eines Zwergplaneten erreicht und umrundet Ceres seither.

Ceres ist der größte Himmelskörper seines Asteroidengürtels. Der Zwergplanet hat einen mittleren Durchmesser von etwa 940 Kilometern und ist je nach Konstellation bis zu 600 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.

Quelle: Spiegel Online

Haulani Krater auf Ceres - Bild: DPA

 

Dinosaurier vor Meteoriten-Einschlag: Wer früher stirbt, ist länger tot

Bild: Corbis

Vulkanausbrüche, Klimaänderung, Meteoriten-Crash - es gibt viele Theorien über das Ende der Dinosaurier. Eine Analyse zeigt jetzt: Das Echsensterben begann wohl schon lange vor dem Bombardement aus dem All.

Es war ein gewaltiger Einschlag: Vor 66 Millionen Jahren raste ein mindestens zehn Kilometer großer Brocken auf die Erde zu. Und er verfehlte sie nicht wie die meisten durchs all vagabundierenden Meteoriten. Auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán bohrte er sich in die Erdkruste - der 180 Kilometer große Chicxulub-Krater entstand.

Die Folgen für das Leben auf der Erde waren verheerend: Die Dinosaurier verschwanden - so zumindest eine der Theorien über ihr Aussterben. Alternativ wird Vulkanismus in Indien für das Ableben der Dinos verantwortlich gemacht. Es gibt auch Forscher, die eine Kombination oder sogar eine Verbindung beider Ereignisse sehen. Demnach hätte der Meteorit Magmagänge im Erdinnern verändert - Vulkanausbrüche häuften sich in der Folge.

Eine Untersuchung britischer Forscher kommt nun zu dem Ergebnis, dass das Dinosterben bereits in vollem Gang gewesen sein muss, als der Meteorit die Erde traf. Viele Millionen Jahre vor ihrer endgültigen Auslöschung verschwanden mehr Dino-Arten von der Erde als neue entstanden, berichten sie im Fachblatt "Proceedings of the National Academy of Sciences".

Die Wissenschaftler um Manabu Sakamoto von der University of Reading haben mit statistischen Methoden die Stammesgeschichte aller Dinosauriergruppen analysiert - der Vogelbeckensaurier sowie der Echsenbeckendinosaurier mit den Sauropodomorpha und den Theropoda. Dazu werteten sie Datensätze aus, die 420 beziehungsweise 614 systematische Gruppen von Dinosauriern umfassten.

Die Analyse liefere überwältigende Unterstützung für die Annahme, dass sich die Artbildungsrate bei nahezu allen Dinosauriern vor dem endgültigen Verschwinden verlangsamte bis sie schließlich unterhalb der Grenze zum Aussterben lag. Das passierte spätestens 24 Millionen Jahre vor dem Meteoriten-Einschlag. Betrachteten die Forscher in ihrer Analyse nur die Dinosaurier-Hauptgruppen, passierte das sogar noch früher: 48 bis 53 Millionen Jahre vor dem Einschlag.

Ausnahmen bildeten lediglich die pflanzenfressenden Hadrosaurier und Ceratopsidae. Bei ihnen stellten die Forscher eine sehr hohe Artbildungsrate fest. Möglicherweise war es diesen gelungen, durch die Ausbildung sehr kräftiger Kiefer und Zähne spezielle Pflanzenarten für sich als Nahrungsgrundlage zu erschließen. Zu diesen beiden Gruppen gehörten 14 Prozent aller Dinosaurier-Arten.

Die mangelnde Fähigkeit, ausgestorbene Arten durch neue zu ersetzen, habe diese Tiere anfällig gemacht. Sie seien unfähig gewesen, schnell auf die Katastrophe zu reagieren und sich davon zu erholen.

Ursache unklar

Die Hypothese der Forscher ist nicht neu - allerdings glauben sie, die bislang besten Belege dafür geliefert zu haben. Frühere Arbeiten zu dieser Frage hätten evolutionäre Dynamiken wie Artensterben und Artenbildung nicht ausreichend berücksichtigt und verfügten nicht über genügend statistische Aussagekraft, schreiben die Wissenschaftler.

Die Forscher stellten zudem den bereits vermuteten Zusammenhang zwischen der Artbildungsrate und der Höhe des Meeresspiegels fest. Demnach bildeten sich mehr Arten, wenn der Meeresspiegel stieg. Durch den Anstieg des Wassers werden Landmassen voneinander getrennt und Populationen isoliert, wie das Team erklärt. Eine solche geografische Isolation führe zur Entstehung neuer Arten.

Was genau den Niedergang der Dinosaurier-Vielfalt verursacht hat, sei unklar, schreiben die Wissenschaftler. Intensivierter Vulkanismus, Klimaveränderungen oder ökologische Interaktionen mit sich schnell ausbreitenden Tiergruppen seien denkbare Ursachen.

Quelle: Spiegel Online

 

Vereinsprogramm für das Jahr 2016

  • Donnerstag 21.04.2016
    Vortrag Dr. Kai Wünnemann “Was uns Krater auf dem Mond über die Entwicklungsgeschichte der frühen Erde verraten“
    RiesKraterMuseum 19:00 Uhr

  • Sonntag 01.05.2016
    Exkursion "Zwei Perlen im Ries: Geologische Führung durch die Steinbrüche Eireiner und Märker"
    Einführung am Rieskrater-Museum, 9:30 Uhr bis 16:00 Uhr, im Rahmen der Rieser Kulturtage
    Treffpunkt: Rieskrater-Museum, Fahrt mit Privat-PKW, Voranmeldung erforderlich bei Ralf Barfeld unter  IBBarfeld@t-online.de
    Kosten der Führung: 10 Euro, zu überweisen an:
    Verein Freunde des RKM
    Raiffeisen-Volksbank e.G.
    IBAN    DE04720693290000079545
    BIC      GENODES1NOE

  • Freitag 14.10.2016
    Vortrag Dr. Ulrich Köhler, DLR Berlin: „Aktuelle Raummissionen“, RiesKraterMuseum , 19.00 Uhr

  • geplant für Herbst 2016
    Exkursion nach Rügen mit Dr. Jan Lange - sobald hier die Planung steht und nähere Informationen vorhanden sind, werden wir ein Rundmail an die Mitglieder verschicken

 

Die Jahreshauptversammlung des Vereins fand am 08.04.2016 statt.
Wiedergewählt wurde der Vorstand mit dem 1. Vorsitzenden Ralf Barfeld, 2. Vorsitzender Thomas Kurtz, dem Schatzmeister Walter Lang und der Schriftführerin Gabi Reinhard.

 

Unbekannter Himmelskörper: Forscher hält Planet IX für Ursache von Massensterben

AP / dpa / Hurt / Infrared Processing and Analysis Center / California Institute of Technology

Im Jahr 1985 nannte Daniel Whitmire ihn noch "Planet X". Damals kannte man inklusive Pluto neun Planeten, und der nächste wäre die Nummer zehn gewesen. Der weit draußen im Sonnensystem befindliche Planet X sollte seiner Theorie zufolge verantwortlich sein für das periodische Massenaussterben auf der Erde. Im Januar 2016 berichteten Astronomen dann über neue Indizien für die Existenz eines solchen bislang unbekannten Gasriesen am dunklen Rand des Sonnensystems. Sie nannten ihn "Planet Neun", denn Pluto war inzwischen kein Planet mehr.

Die neuen Hinweise auf einen neuen Planeten haben Whitmire elektrisiert - und er hat auch gleich eine neue Studie im Fachblatt "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society" veröffentlicht. Der Forscher erklärt warum seine erstmals 1985 in "Nature" beschriebene Theorie weiterhin möglich ist. Und dass ein unbekannter Planet eine sehr gute Erklärung für die das periodische Massenaussterben sei.

Der Himmelskörper umkreist die Sonne demnach auf einer im Vergleich zu anderen Planeten leicht geneigten Ebene. Alle 27 Millionen Jahre soll er dabei den Kuipergürtel so passieren, dass der Planet Kometen in Richtung Sonne und Erde stößt. Der Kuipergürtel ist ein mit vielen Objekten unterschiedlicher Größe gefüllter Streifen weit hinter der Bahn des Neptun, der äußerste Planet im Sonnensystem. Laut dem Modell würde der Planet auch Kometenschauer mit einer kürzeren Periode produzieren - ein Maximum gäbe es aber alle 27 Millionen Jahre.

Tödlicher Kometenschauer

Diese Kometen gingen nicht nur auf der Erde nieder, sie verdunkelten auch die Sonne - beides mit weitreichenden Folgen für das Klima auf der Erde. Somit könnten die Kometenschauer ein regelmäßiges Massensterben auslösen, weil nicht alle Arten mit den veränderten Bedingungen klarkommen.

Geoforscher und Paläontologen haben die Zeitpunkte von Massensterben auf der Erde über Hunderte Millionen Jahre untersucht. Es gibt demnach mehrere große Aussterbe-Ereignisse, aber auch eine Vielzahl kleinerer. So gibt es etwa alle 26, 27 Millionen Jahren ein solches Ereignis - aber immer wieder auch dazwischen. Die Periode von 27 Millionen Jahren sei mittlerweile für die letzten 500 Millionen Jahre belegt, schreibt Whitmire.

Nach den Berechnungen des Forschers müsste der unbekannte Planet zwischen ein- und fünfmal so schwer sein wie die Erde und hundertmal weiter von der Sonne entfernt sein als unser Planet. Diese Zahlen passen allerdings nicht ganz zu den Schätzungen über "Planet Neun", die Konstantin Batygin und Michael Brown vom California Institute of Technology in Pasadena Anfang 2016 veröffentlicht hatten.

Planet X = Planet IX?

Demnach wäre der mächtige Gasplanet mehr als zehnmal so massereich wie die Erde und würde bis zu 1000 Mal weiter von der Sonne entfernt sein. Die Umlaufbahn wäre somit deutlich größer als laut Whitmires Kalkulation.

Aber in all diesen Berechnungen stecken noch viele Unsicherheiten - womöglich passen sie ja auch gut zusammen. Das wird man aber erst wissen, wenn es tatsächlich einen Beweis für den hypothetischen neunten Planeten gibt. Dann müssten die Astronomen auch einen Namen für den Neuling finden. Keine leichte Aufgabe, denn viele in Frage kommende Bezeichnungen sind längst vergeben.

Quelle: Spiegel Online

 

Extremwelt: Heiße Nächte auf Planet Janssen

Mit dem Weltraumteleskop "Spitzer" haben Astronomen die Temperaturkarte des Planeten Janssen vermessen. Der kosmische Nachbar zeigt überraschend große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, berichtet das Team um Brice-Olivier Demory von der University of Cambridge.

Auf Janssens Tagseite sei es bis zu 2400 Grad heiß, die Nachtseite wird mit maximal 1100 Grad nicht einmal halb so heiß. Janssen (Katalognummer 55 Cancri e) ist einer von fünf Planeten des Sterns Copernicus A (Katalognummer 55 Cancri A) im Sternbild Krebs.

Das Planetensystem ist eines der größten bekannten. Mit einer Entfernung von rund 40 Lichtjahren gehört es zu unserer kosmischen Nachbarschaft. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Zum Vergleich: Unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, hat einen Durchmesser von rund 100.000 Lichtjahren.

Mit etwa der achtfachen Masse unseres Heimatplaneten gehört Janssen in die Klasse der Super-Erden. Janssen hat ungefähr den doppelten Durchmesser unserer Erde und dürfte ebenfalls ein Gesteinsplanet sein.

Allerdings umrundet er seinen Heimatstern rund 65 Mal dichter als die Erde die Sonne, ein Umlauf dauert nur knapp 18 Stunden. Ursache sei seine ungewöhnliche Drehung: Janssen wendet seinem Stern stets dieselbe Seite zu, wie auch etwa der Mond der Erde. Dadurch wird es auf dem Planeten extrem heiß.

Heißer Fleck

Während die Beobachtungen der vergangenen zehn Jahre viele Schlüsselinformationen über die Atmosphären großer sogenannter Exoplaneten von anderen Sternen geliefert hätten, seien die Eigenschaften kleinerer Exoplaneten wie 55 Cancri e weitgehend unbekannt, betonen die Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature".

 

Bild: DPA/ ESA/ Hubble/ M. Kornmesser

Mit dem Infrarotteleskop "Spitzer" der US-Raumfahrtbehörde Nasa nahmen sie die Super-Erde insgesamt 75 Stunden ins Visier. Aus den Beobachtungsdaten konnten sie die Temperaturverteilung über mehrere Zonen auf Janssen messen, der Ende 2015 zusammen mit 30 anderen Exoplaneten in einem offiziellen Wettbewerb der Internationalen Astronomischen Union IAU einen Eigennamen bekommen hatte.

55 Cancri e ist benannt nach dem holländischen Optiker Zacharias Janssen (1580 - 1621), der oft als Erfinder des Mikroskops genannt wird.

Auf der stets dem Stern zugewandten Tagseite ist es den Messungen zufolge rund 1300 Grad heißer als auf der Nachtseite. Dieser überraschend große Unterschied zeige, dass die Hitzeverteilung auf dem Planeten nicht so effizient arbeite wie erwartet.

Auf der Tagseite entdeckten die Forscher zudem einen heißen Fleck, der bis zu 2800 Grad heiß wird. Das könne entweder auf starke Hitzestürme in der Atmosphäre hindeuten oder aber auf Magmaströme auf der Planetenoberfläche. Insgesamt sei eine zusätzliche, bislang unbekannte Hitzequelle erforderlich, um die gesamte beobachtete Infrarotstrahlung der Super-Erde zu erklären, schreiben die Autoren.

Quelle: Spiegel Online

 

Weltraumteleskop "Hitomi": Japan verliert Kontakt zum kosmischen Röntgenauge

Bildausschnitt: Spiegel Online (JAXA)

Der 14 Meter lange Satellit war im Februar gestartet - nun hat Japans Weltraumbehörde die Funkverbindung zu dem Röntgenteleskop verloren. Womöglich ist es zerbrochen.

"Hitomi" heißt das Weltraumteleskop, japanisch für Auge oder Pupille. Es arbeitet im Bereich harter Röntgenstrahlung und soll beispielsweise nach dunkler Materie in fernen Galaxien fahnden. Doch daraus wird womöglich nichts mehr, denn Kontakt zu dem japanischen Satelliten ist schon seit mehreren Tagen nicht mehr möglich.

Man versuche, die Verbindung wiederherzustellen, sagte eine Sprecherin der japanischen Weltraumagentur Jaxa. Das Problem sei am Samstag aufgetreten. "Hitomi" war am 17. Februar 2016 gestartet worden und umkreist die Erde seitdem in einer Höhe von 560 bis 580 Kilometern. Das Teleskop befand sich noch im Testmodus, funktionierte bis dahin aber offenbar problemlos.

Womöglich ist "Hitomi" in mehrere Teile zerbrochen. Das teilte zumindest das Joint Space Operations Center mit, das für das US-Militär Objekte im Erdorbit beobachtet und identifiziert. Möglicherweise wurde das Röntgenteleskop von Weltraumschrott getroffen - ein immer größeres Problem für unbemannte Satelliten wie für bemannte Raumschiffe.

Batterie explodiert?

Jonathan McDowell, Astronom am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, vermutet ein "energetisches Ereignis" als Ursache der Probleme. Womöglich sei Gas ausgetreten oder eine Batterie explodiert. Dies könnte den 2,7 Tonnen und 14 Meter langen Koloss zum Taumeln gebracht haben.

Die mögliche Folge: Die Antennen der Sonde wären nicht mehr richtig ausgerichtet, was den Funkkontakt erschweren würde. Zudem könnte es Probleme mit der Energieversorgung geben, weil die großen Solarpanels nicht mehr genug Licht abbekommen.

Die Situation sei unklar, sagte die Jaxa-Sprecherin. "Wir tun unser Bestes." Man sei betroffen, erklärte der Astronom McDowell. Ähnliches hätte auch mit dem Röntgenteleskop "Chandra" geschehen können, für das McDowell arbeitet. "Das Weltall kennt keine Gnade."

Spiegel Online

 

 

 Zwei Kometen im Anflug: Knapp an der Erde vorbei

So nah kam kein Komet seit 246 Jahren: Am Montag und Dienstag rasen gleich zwei Schweifsterne knapp an der Erde vorbei. Womöglich ziehen sie einen Sternschnuppen-Regen nach sich.

Zwei besondere Schweifsterne nähern sich der Erde. Sie kommen am Montag und Dienstag so nahe, wie Kometen selten zuvor seit Beginn astronomischer Aufzeichnungen. Und doch werden sie mit bloßem Auge nicht zu sehen sein.

Ihre große Entfernung zur Sonne macht sie nur für Teleskope sichtbar. Wissenschaftler werden die Vagabunden intensiv beobachten - aber nicht, weil die Kometen gefährlich werden könnten. Die beiden werfen Fragen auf.

Komet P/2016 BA14, ein gut hundert Meter dicker Trumm, passiert die Erde am Dienstag in neunfacher Erde-Mond-Entfernung, in 3,5 Millionen Kilometern Abstand. So nah kam kein Komet mehr seit 246 Jahren.

Nur 1770 und 1366 flogen nach Angaben von Nasa-Astronom Eddie Irizarry Kometen noch knapper vorbei: Im Juli 1770 passierte Rekordhalter Komet Lexell in sechsfacher Mondentfernung, 1366 war es dem Forscher zufolge Komet Temple-Tuttle in knapp neunfacher Monddistanz.

Bild: Nick Howes, Spiegel Online

Bringen sie Sternschnuppen?

Auch der zweite Passant nächste Woche, Komet 252P/Linear, erklimmt eine Spitzenposition: Am Montag wird der 230 Meter dicke Brocken in 5,3 Millionen Kilometer Entfernung, also in etwa 14-facher Monddistanz, vorbeifliegen - das ist Platz fünf der Messungsgeschichte.

Dass die beiden Schweifsterne gleichzeitig auftauchen, scheint kein Zufall zu sein. Erst im Februar stellten Astronomen fest, dass die beiden offenbar zusammengehören - sie fliegen auf ähnlicher Bahn.

Vermutlich seien sie Bruchstücke eines größeren Kometen, meint die Nasa. Beobachtungen in den nächsten Tagen sollen helfen, die Fragen zu klären: Woher kommen die kosmischen Streifzügler, gehören sie wirklich zusammen, und aus welchem Material sind sie überhaupt?

Während Komet 252P/Linear bereits vor 16 Jahren entdeckt worden war, erspähten Astronomen P/2016 BA14 erst vergangenen Januar - und hielten ihn zunächst für einen schnöden Asteroiden. Im Februar aber zeigten weitere Beobachtungen, dass P/2016 BA14 einen Schweif mit sich schleppt, also ein Komet ist.

Möglicherweise, so spekuliert Nasa-Astronom Irizarry, lassen die Schweifsterne es doch noch leuchten: Kleinere Bruchstücke der Kometen könnten Ende März als Sternschnuppen zur Erde regnen.

Quelle: Spiegel Online

 

Feuerkugel am Himmel: Augsburger Forscher findet Teile des Meteoriten

Haben Sie am 6. März auch diese helle Feuerkugel am Nachthimmel gesehen? Der Augsburger Meteoritenforscher Dieter Heinlein hat jetzt tatsächlich etwas gefunden. Von Felicitas Macketanz

   

Teile des Meteoriten, der am Abend des 6. März für Aufsehen sorgte, wurden nun in Niederbayern gefunden. Mitarbeiter der Sternwarte im tschechischen Ondrejov hatten den Eintritt der Feuerkugel in die Erdatmosphäre fotografiert und den Aufschlagspunkt berechnet. Anschließend wendeten sie sich an weitere Spezialisten aus ganz Europa, der Augsburger Dieter Heinlein gehörte auch dazu. Weiter ...

 

Neue Hinweise – Pluto kleckert seinen Mond voll

Die Komplexität des Zwergplaneten Pluto lässt Forscher staunen: Seine Oberfläche formt sich in geologisch kurzen Zeiträumen immer wieder neu – selbst Einschlagkrater bleiben nicht lange erhalten.

Ein von der Nasa herausgegebenes Farbfoto zeigt den Zwergplaneten Pluto, fotografiert von der Raumsonde "New Horizons". Das Foto wurde bearbeitet, um die Oberflächenstrukturen deutlich sichtbar zu machen.

Der Zwergplanet Pluto in den Außenbezirken unseres Sonnensystems ist alles andere als eine eintönige Eiswüste. Das hat die Raumsonde "New Horizons" der US-Raumfahrtbehörde Nasa eindrucksvoll gezeigt, die im vergangenen Sommer als erster irdischer Besucher den Pluto aus der Nähe untersucht hat. In der aktuellen Ausgabe des Fachblatts "Science" fassen die "New Horizons"-Forscher bisherige Erkenntnisse in einer Serie von fünf Fachaufsätzen zusammen.

Mehr ...

Foto: pa

 

 

Sonderausstellung bis 06. November 2016

 

IMPAKTSPUREN - Einschlagkrater der Erde im Radarbild der Mission TanDEM-X

Die Ausstellung informiert über Technik und Hintergründe der Mission und zeigt einzigartige, informative und nicht zuletzt hochästhetische Bilder im Großformat.

 

PRESSEBERICHT ÜBER DIE SONDERAUSSTELLUNG
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